Freie Gnade: Gott ist Gott und ich nicht

Monday, 21. July 2008 22:28

James White lehrt:

Vielleicht müssen wir aufhören das Evangelium zu verkündigen “Was wirst du mit Jesus machen?” und anfangen es so zu verkündigen, wie es die Bibel präsentiert: “Was wird Christus mit dir machen?” Er ist der souveräne König.

Gnade, um wirklich Gnade zu sein, muss frei sein. Sie kann nicht verlangt werden. Du kannst nicht sagen: “Gott muss die selbe Gnade jeder einzelnen Person zeigen!” Dann ist das keine Gnade.

Gott ist Gott und ich nicht. Gott ist Gott und ich bin Mensch. Und das ist die wichtigste Beobachtung, die wir diesen Abend machen können. Gott ist souverän, ich nicht. Ich wurde durch seine souveräne Kraft geformt. Er hat ein Recht auf mich. Das erstaunliche daran ist nicht, dass er sich entschließt seinen Zorn zu zeigen - Denn wenn du dein Herz kennen würdest… Du hast es verdient. Das erstaunliche an der Erwählung ist, dass er einen Sünder wie mich genommen hat. Und er hat mich gerettet. Das ist die Herrlichkeit des Evangeliums.

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Die Kirche, der Staat und ich

Monday, 14. July 2008 23:36

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage nach dem Verhältinis zwischen Kirche und Staat. Ein guter Einstieg in diese Thematik findet sich in Thomas Schirrmachers Kommentar zu Römer 13,1-7 (Schirrmacher: Der Römerbrief, Band 2. VTR/RVB. 2001).

Im Hugenottischen Glaubensbekenntnis von 1559 findet sich die folgende Feststellung (Hervorhebungen von mir):

39. Wir glauben, Gott will, dass die Welt durch Gesetze und Ordnungen regiert werde, damit es einige Zügel gibt, um die ungeordneten Gelüste der Welt in Schranken zu halten; und dass er so die Königreiche, Freistaaten und alle andere Art Herrschaften aufgerichtet hat, sie seien erblich oder nicht, und alles, was zum Stand der Gerechtigkeitspflege gehört, und dass er als Urheber all des erkannt sein will. Zu dem Zweck hat er das Schwert in die Hand der Obrigkeiten gelegt, um die Verbrechen zu unterdrücken, nicht allein die gegen die zweite Tafel der Gebote Gottes, sondern auch gegen die erste Tafel. So muss man denn um seinetwillen nicht bloß dulden, dass die Oberen herrschen, sondern sie auch ehren und in aller Ehrerbietung aufnehmen, indem man sie für seine Statthalter und Amtsträger hält, die er zur Ausübung eines gesetzmäßigen und heiligen Auftrages bestellt hat.

40. Wir halten also dafür, dass man ihren Gesetzen und Verordnungen gehorchen, Steuern, Zölle und andere Auflagen zahlen und das Joch der Untertänigkeit mit einem guten und freien Willen tragen muss, selbst wenn sie ungläubig wären, vorausgesetzt, dass Gottes Oberherrschaft ungeschmälert bleibt. Deswegen verabscheuen wir alle, die die Obrigkeiten verwerfen, Gemeinschaft und Verwirrung der Güter anrichten und die Ordnung der Rechtspflege umstürzen möchten.

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Top 5 Commentaries

Thursday, 26. June 2008 23:03

Der Ligonier Ministries-Blog stellt seit einigen Tagen in unregelmässigen Abständen die jeweils fünf besten englischsprachigen Kommentare biblischer Bücher vor: Top 5 Commentaries

Bereits erschienen sind:
. Top 5 Commentaries on The Gospel of Matthew
. Top 5 Commentaries on the Book of Genesis
. Top 5 Commentaries on the Book of Exodus
. Top 5 Commentaries on the Book of Leviticus
. Top 5 Commentaries on The Gospel of Mark

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Smyrna: Sei treu bis zum Tod!

Sunday, 8. June 2008 23:51

Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird [einige] von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Bedrängnis haben zehn Tage. Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod.

- Offenbarung 2,8-11

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Verfolgte Kirche V

Monday, 2. June 2008 20:46

World Update on the Persecuted Church - June 2008

Quelle: Release International

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Jesus muss

Wednesday, 28. May 2008 23:20

Am vergangenen Sonntag durfte ich in meiner Lieblingsgemeinde über Lukas 9,18-22 predigen. In diesem Text, genauer in Vers 22, finden wir Jesu erste Leidensankündigung:

Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet und am dritten Tag auferweckt werden.

Das schönste Wörtchen in der ganzen Predigt war das kleine und unscheinbare muss. Es handelt sich dabei um ein “göttliches Muss” und beschreibt die unausweichliche Notwendigkeit, dass Jesus Gottes Heilsplan erfüllen muss, damit wir Sünder gerettet werden können!

Jesus Christus muss vieles leiden, er muss verworfen werden und er muss getötet werden. Aber er muss auch am dritten Tag von den Toten auferstehen!

Wir Menschen sind alle Sünder vor Gott und haben den Zorn Gottes ohne Ausnahme verdient. Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen wurde dadurch restlos zerstört. Denn Gott ist heilig und gerecht - doch wir sind schuldig, verdorben und voller Sünde. Wir haben den Tot und die ewige Trennung von Gott mehr als nur verdient. Ich kann meinen Sündenberg unmöglich selber abtragen. Wenn sich doch bloss jemand finden würde, der für unsere Schuld bezahlt und unsere Gottesbeziehung heilen würde!

Und genau deshalb musste Jesus Christus vieles leiden, verworfen und getötet werden. Aber auch genau deshalb musste Jesus am dritten Tag von den Toten auferweckt werden. Billiger ist unsere Erlösung nicht zu haben.

Jesus musste sterben, damit wir Leben!

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Nicht jeder kann ein John Piper sein

Friday, 23. May 2008 8:11

Steve Burchett hat einen hervorragenden Artikel veröffentlicht, der sich mit der Frage beschäftigt wie wir als Gottesdienstbesucher damit umgehen, wenn unser Pastor nicht an die grossartigen Predigten eines John Piper, Martyn Lloyd-Jones, C.H. Spurgeon, George Whitefield oder Jonathan Edwards anzuknüpfen vermag: When Your Preacher is Not John Piper (gefunden via Symphony of Scripture).

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Zwei Linien, die sich in der Ewigkeit berühren

Tuesday, 20. May 2008 7:11

Das System der Wahrheit, das in der Heiligen Schrift offenbart ist, ist nicht eine gerade Linie; es sind zwei. Und niemand wird jemals eine richtige Sicht des Evangeliums erhalten, bevor er nicht gelernt hat, beide Linien zugleich zu sehen. Zum Beispiel lese ich in einem Buch der Bibel: »Der Geist und die Braut sagen: “Komm.” Und wer es hört, der sage: “Komm.” Und wen dürstet, der komme und nehme das Wasser des Lebens umsonst.« Und doch lerne ich an einer anderen Stelle desselben inspirierten Wortes Gottes, dass es nicht »an jemandes Wollen oder Laufen« liegt, »sondern an Gottes Erbarmen«. An der einen Stelle sehe ich, wie Gott in seiner Vorhersehung über allem steht, und doch sehe ich auch, und ich kann nicht daran vorbei, dass der Mensch handelt, wie er will, und dass Gott sein Handeln in einem grossen Masse ihm selbst überlassen hat und seinem eigenen freien Willen. Wenn ich nun auf der einen Seite behaupten würde, dass der Mensch so frei ist in seinem Handeln, dass es keine Kontrolle Gottes über sein Tun gäbe, dann wäre ich sehr gefährlich nahe an den Atheismus herangekommen. Wenn ich auf der anderen Seite erklären würde, dass Gott alle Dinge so sehr überwacht, dass der Mensch nicht frei genug ist, um selbst verantwortlich zu sein, dann wäre ich sofort beim Antinomismus oder Fatalismus. Dass Gott vorherbestimmt und dass der Mensch doch selbst verantwortlich ist, sind zwei Tatsachen, die nur wenige klar sehen. Man hält sie für unvereinbar miteinander und für Widersprüche, aber sie sind es nicht. Der Fehler liegt in unserem schwachen Beurteilungsvermögen. Zwei Wahrheiten können sich nicht gegenseitig ausschliessen. Wenn ich also an einer Stelle der Bibel finde, dass alles von oben her bestimmt ist, dann ist das wahr. Wenn ich dann an einer anderen Stelle finde, dass der Mensch für alle seine Taten verantwortlich ist, dann ist auch das wahr. Es ist einzig und allein meine Dummheit, die mich dazu bringt, zu denken, diese beiden Wahrheiten könnten sich jemals widersprechen. Ich glaube nicht, dass sie je auf irgendeinem irdischen Amboss zu einer einzigen Wahrheit zusammengeschmiedet werden können, aber sie werden sicher in der Ewigkeit eins sein. Sie sind zwei Linien, die so parallel sind, dass der menschliche Verstand ihnen so weit, wie es geht, folgen kann, ohne zu sehen, dass sie sich jemals treffen. Aber sie treffen sich und werden eins, irgendwo in der Ewigkeit, nahe bei dem Thron Gottes, wo alle Wahrheit entspringt.

- C.H. Spurgeon, zitiert aus seiner Autobiographie Alles zur Ehre Gottes, Seite 102f

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Wie man mit schlechten Predigten umgeht

Sunday, 18. May 2008 0:01

Den ersten Unterricht in Theologie bekam ich von einer alten Köchin in der Schule von Newmarket, wo ich als Hilfslehrer war. [...] Tatsächlich liebte sie etwas sehr Süsses: die gute, klare calvinistische Lehre; aber sie kochte gepfeffert. [...]

Die Köchin in Newmarket war eine in göttlichen Dingen erfahrene Frau, von der ich auch weit mehr gelernt habe als von dem Prediger, der in der Kirche predigte, die wir besuchten. [...]

Ein andermal sagte ich ihr, dass ich in der ganzen Predigt nicht einen Krümel gefunden hätte, und fragte sie, wie es ihr ergangen wäre.

“Oh, mir ging es heute Abend besser”, meinte sie, “denn alles was der Prediger sagte, habe ich einfach ins Gegenteil verkehrt, und so wurde sein Gerede zum wirklichen Evangelium.”

- C.H. Spurgeon, zitiert aus seiner Autobiographie Alles zur Ehre Gottes, Seite 33

PS: Alle die gerne einmal wie Spurgeon predigen möchten, finden hier 264 Predigtnotizen aus seinem riesigen Repertoire.

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Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt

Saturday, 17. May 2008 0:01

Der Rechtsanwalt Horatio Spafford (1828-1888) verlor beim Grossen Brand von Chicago im Jahr 1871 seinen einzigen Sohn und einen grossen Teil seines Vermögens, das er in Immobilien angelegt hatte. Insgesamt kamen 200-300 Menschen im Feuer um und 100′000 Personen, rund ein Drittel der Einwohner von Chicago, wurden obdachlos.

Zwei Jahre später, 1873, wollten die Familie Spafford nach England reisen, wo ihr Freund der Evangelist Dwight L. Moody predigte. Kurzfristig durch einen dringenden Geschäftstermin aufgehalten, sandte Horatio seine Frau Anna und die vier Töchter Tanetta, Maggie, Annie und Bessie mit dem Schiff S.S. Ville Du Havre voraus, um dann später nachzukommen. Doch am 21. November 1873 kam es zu einer Kollision mit einem anderen Schiff und die Ville Du Havre ging innerhalb von zwölf Minuten unter. 226 Menschen starben und nur 47 wurden gerettet. Die vier Töchter von Horatio Spafford waren unter den Ertrunkenen. Anna Spafford überlebte die Katastrophe und schrieb ein verzweifeltes Telegramm an ihren Mann: “Saved alone. What shall i do?”
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